Neuigkeiten 2018

Schüler der Anna-Schule im Haus der Alfterer Geschichte (Juli 2018)

Wieder einmal durften wir uns freuen, einen schönen und lebhaften Vormittag mit Schülern der Anna-Schule zu verbringen. Drei Klassen besuchten uns und ließen sich in die Geschichte von Alfter einführen: Angefangen wurde in der Urzeit und ausführlich der im Haus befindliche Mammutzahn besprochen. Anschließend stand die kürzlich fertiggestellen Zeitinsel zu den Kelten im Mittelpunkt. Mit Hilfe der „Villa Rustica“ im Garten ging es danach zurück in die Römerzeit. Im Rahmen eines Quiz wurde das landwirtschaftlich geprägte Leben in Alfter vor Augen geführt. 

Anschließend ging es nach draußen in die Sonne. An drei Stationen konnten die Kinder ganz praktisch Geschichte erleben. Es wurde Holz auf der Daubenbank bearbeitet und Wäsche gewaschen wie anno dazumal. Außerdem war an der Malstation künstlerisches Können gefragt.

Finissage der Austellung „He Schäng“ und Jubiläumsfeier 40 Jahre Gebotssteine auf dem Friedensweg (Juni 2018)

Am 28.06. wurde zur Finissage der Aussstellung „He Schäng, do me noch Eene“ ins Haus der Alfterer Geschichte eingeladen. Um 18 Uhr nutzen viele Alfterer noch ein letztes Mal die Möglichkeit, sich die Ausstellung über die alten Gaststätten im Ort anzusehen. 

 

Doch es gab noch weitere Programmpunkte an diesem Abend. So feierte die Arbeitsgruppe Friedensweg (www.friedensweg.info) mit ihrem Sprecher Günter Benz ein Jubiläum: Vor 40 Jahren verlegte Wilhelm Maucher die „zehn Gebotssteine“ am Friedensweg. Dr. Ernst Gierlich von den Heimatfreunden Roisdorf (www.heimatfreunde-roisdorf.com) leitete diesen Teil der Veranstaltung mit einem interessanten Vortrag ein. 

 

Anschließend überreichte der Lebensgefährte von Wilhelm Maucher, Manfred Titsch, dem Haus der Alfterer Geschichte eine Zitter, auf der der Vorgebirgsrebell gerne gespielt hat. 

 

Zum Abschluss der Veranstaltung sangen Vertreter des Motorradclubs „Kuhle Wampe“, der sich um die Pflege des Friedenswegs und der Gebotssteine kümmert, ein Friedenslied (Bild).

Zu Gast im HDAG: „Der Kalte Krieg im Rheinland.“ Vortrag von Frank Möller (Juni 2018)

Unterhaltsam und lehrreich zugleich: Frank Möller in Aktion

Am 8. Juni ging es im HDAG um ein ernstes Thema. Frank Möller trug seine Recherchen zum Kalten Krieg im Rheinland vor. Der 90-minütige Vortrag handelte von Bunkeranlagen zur Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen, von baulichen Maßnahmen des Zivilschutzes, aber insbesondere auch von Orten entlang des Rheins, von denen aus die Ideenlandschaft des Kalten Krieges geprägt wurde. Darüber hinaus wurde das kaum bekannten Firmengeflecht der Adenauer-Ära zur Unterstützung der Politik des Kalten Krieges beleuchtet. 

 

Die knapp 40 Interessenten, die sich im HDAG eingefunden hatten, waren beeindruckt. Das Thema war nicht nur hochprofessionell recherchiert und von Frank Möller mehr als unterhaltsam vorgetragen worden. Auch die zahlreichen Bildbeiträge und die eingespielten originalen Tondokumente verfehlten nicht ihre Wirkung und machten die Zeit und Vorstellungswelten der Nachkriegszeit anschaulich. Bärbel Steinkemper, Vorsitzende des Fördervereins Haus der Alfterer Geschichte, verwies am Ende des Vortrags auf die noch immer spürbare Aktualität. Zwar habe sich die Welt seit der Zeit des Kalten Krieges verändert und es haben sich neue Fronten gebildet, aber die Protagnisten verwenden noch immer ähnliche Muster und Mittel der Beeinflussung. 

 

Frank Möller, Historiker und Publizist, arbeitet zur Zeit im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln. Er stieß auf das komplexe Thema „Kalter Krieg am Rhein“ bei der Abfassung einer zweibändigen Biografie des Kölner Verlegers Joseph Caspar Witsch, des Gründers von Kiepenheuer & Witsch. Band 1: Das Buch Witsch. Das schwindelerregende Leben des Verlegers Joseph Caspar Witsch, Köln 2014; Band 2: Dem Glücksrad in die Speichen greifen. Joseph Caspar Witsch, seine Autoren, sein Verlagsprogramm und der Literaturbetrieb der frühen Bundesrepublik, Köln 2015.

Weitere Informationen zum Thema und zu Frank Möller finden sich auf seiner Homepage: http://frank-moeller.eu

Ausstellungseröffnung: „He Schäng, do me noch Eene“ – Die Geschichte der alten Gaststätten in Alfter (April/Mai/Juni 2018)

Detaillierte Informationen gibt es auf einer gesonderten Seite. Bitte hier klicken.

Ehrenvorsitzender Werner Jaroch verstorben (März 2018)

Werner Jaroch auf dem Pfarrfest 2008, als die Verwirklichung des HDAG beschlossen wurde

Am 24.03.2018 ist unser Ehrenvorsitzender Werner Jaroch verstorben. Er war Initiator des Hauses der Alfterer Geschichte, Mitbegründer unseres Vereins und langjähriger Vorsitzender.

 

Die Idee, ein Regionalmuseum in Alfter einzurichten, gab es schon lange. Werner setzte die Idee in die Tat um. Das ehemalige Jugendheim hinter der Kirche erschien ihm als perfekte Örtlichkeit, und schon bald starteten konkrete Verhandlungen mit der Eigentümerin, der katholischen Kirche. Pfarrer Rainald Ollig ließ sich schnell überzeugen, und Werner suchte sich seine Mitstreiter. Im März 2009 wurde der Förderverein Haus der Alfterer Geschichte e.V. gegründet. Werner wurde einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. 

 

Seine Sicht auf die Gründung und die Ziele des Hauses der Alfterer Geschichte finden sie auch unter der Rubrik: Wir über uns 

 

Über annähernd 9 Jahre bestimmte Werner als Vorsitzender über die Geschicke und die Entwicklung des Hauses. Besonders am Herzen lag ihm die Alfterer Sprache. Ein großartiges Vermächtnis ist das Alfterer Wörterbuch, das online auf unserer Seite Alfterer Wörterbuch abgerufen werden kann.

 

Doch die Krankheiten macht ihm schwer zu schaffen. Auf der Jahreshauptversammlung am 14.03.2018 stellte er sich nicht mehr zur Wahl. Er wurde einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Ebenfalls auf der Vorstandssitzung wurde von allen Anwesenden ein Brief im folgenden Wortlaut unterschrieben und an Werner weitergeleitet: 

 

"Lieber Werner,

 

wir – das sind die Mitglieder, die Freunde und Förderer sowie der Vorstand des Fördervereins Haus der Alfterer Geschichte e.V. – möchten uns ganz herzlich bei Dir bedanken:

 

Aus Deiner Idee, mitten in Alfter ein Regionalmuseum und einen Ort der Begegnung für Jung und Alt zu erschaffen, ist mittlerweile eine allseits beachtete Institution geworden. Auf Basis Deiner Grundsteinlegung und unter Deiner Führung hat sich der Bekanntheitsgrad des Hauses beständig erweitert, und unsere Ausstellungen und Aktionen erfreuen sich großer Aufmerksamkeit.

 

Das Haus der Afterer Geschichte begeht bald sein 10-jähriges Bestehen. Dieser Ort, das Museum, die Begegnungsstätte mitten im Ort, ist engstens mit deinem Namen verknüpft. Ganz herzlichen Dank für dein großartiges Engagement!

 

Liebe Grüße von uns allen!"

 

Neuwahlen auf der Jahreshauptversammlung (März 2018)

Foto: Alex Runge

Auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Haus der Alfterer Geschichte wurde am 14.03.2018 ein neuer Vorstand gewählt: 

 

v.l.n.r.: Luise Wiechert (Schatzmeisterin), Ralph Emmerich (Schriftführer), Dr. Bärbel Steinkemper (Vorsitzende), Günter Benz (AG Friedensweg), Angela Möller (Beisitzerin), Heiner Bollig (Beisitzer), Volker Helwich (AG Wasser), Robin Huth (Stellvertr. Vorsitzender), Bernd Suering (Beisitzer), Dieter Nettekoven (Beisitzer); nicht auf dem Bild: Antjelia Schäfer von der AG Judas-Thaddäus-Kapelle

 

Bärbel Steinkemper tritt als Vorsitzende die Nachfolge von Werner Jaroch an, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidierte. Zuvor war Bärbel als Schriftführerin tätig gewesen. In dieses Amt rückte Ralph Emmerich als Neuzugang nach. Ebenfalls neu im Vorstand sind Angela Möller, die sich maßgeblich um die Organisation von Veranstaltungen im HDAG kümmern wird, und Heiner Bollig, der den Bau der Zeitinseln vorantreiben wird.

 

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung wurde in Aussschnitten der Film zur 950-Jahr-Feier im vergangenen Jahr gezeigt. Die Szenen stammten vom Seniorentag, dem Festakt am Freitag, dem Rheinischen Abend am Samstag, der sonntäglichen Messe, dem Festzug, Zapfenstreich und Feuerwerk. Dabei wurde ein Schwerpunkt auf Beiträge mit historíschen Bezügen und Brauchtum gelegt. Klaus Hergarten, der als stellvertr. Vorsitzender des Ortsausschusses die Moderation an den Festtagen führte, erläuterte die Filmausschnitte mit zahlreichen humorvollen Anekdoten.

 

Der Film zur 950-Jahr-Feier kann in voller Länge in Gabis Fotowelt bezogen werden.

Zu Gast im Haus der Alfterer Geschichte: Portraits und Stadtmotive von Nathalia Steinacher (März 2018)

Vom 13. März bis 25. März 2018 war Natalia Steinacher zu Gast im Haus der Alfterer Geschichte. 

Sie stellte in unseren Räumen einen Teil ihrer Werke unter dem Titel „Portaits und Stadtmotive“ aus. Angelehnt an den Fotorealismus wurden Bilder von Köln, der Burg Eltz oder Ingelheim am Rhein ausgestellt. Die Porträts zeigen vorwiegend Menschen aus der unmittelbaren Umgebung der Künstlerin: Familie, Freunde, aber auch Selbstportraits waren darunter.

 

Die in Russland geborene Künstlerin lebt seit 2001 in Deutschland, und seit 2017 in Alfter. Weitere Ausstellungen in der Region sind geplant. 

 

Die Vernissage fand statt am Dienstag, 13.März, um 18.00 Uhr. 

„Klima kapott, nix wie fott …“ Veilchendienstagszug in Alfter (Februar 2018)

Foto: Wilfried Pokorny

Am Veilchendienstag ging dann wieder los. Unter dem Motto

 

"Klima kapott

nix wie fott

auf zum Mars

das war´s"

 

startete der Karnvevalswagen des HDAG zum großen Zug durch die Gemeinde.  

 

Diesmal ging es uns um ein ernstes Thema: Der Klimawandel wurde auf unserem Wagen mit Globus und überschwemmten Erdteilen aufgegriffen. Das "Flugzeug" war außerdem mit riesigen Düsen ausgestattet. Wenn das hier auf der Erde so weiter geht, werden wir Alfterer uns im Weltall eine neu Bleibe suchen müssen.

 

Aber weil wir Alfterer nun mal so sind, haben wir erstmal ordentlich auf und neben dem Wagen gefeiert, und die letzten Tagen auf Erden genossen. Die Weltraumkleidung tat der Feierei keinen Abbruch. Die Stimmung war klasse! Musikalisch wurden wir und das Publikum am Rand mit einem wilden Musikmix in Stimmung gebracht, der thematisch in irgendeiner Weise mit dem Weltraum in Verbindung gebracht werden konnte. 

 

Im Anschluß an den Zug, fand sich die Truppe dann im Haus der Alfterer Geschichte ein, um bei heißer Suppe, Salat, Glühwein, und dem einen oder anderen Kölsch die Erlebnisse des Zuges nochmal Revue passieren zu lassen.

 

Alfter Alaaf!

Broschüre zur Ausstellung Macht und Pracht im HDAG erhätlich (Januar 2018)

Jetzt erschienen und ab sofort im HDAG und in der Bücherei für eine Schutzgebühr von 3 EUR erhältlich:

 

„Bericht über die Ausstellung anlässlich der 950-Jahr-Feier des Ortes Alfter am Tag des offenen Denkmals 2017

 

MACHT UND PRACHT

SCHLOSS ALFTER UND SEINE HERREN“

 

herausgegeben vom Förderverein Haus der Alfterer Geschichte e.V., Dezember 2017.