Neuigkeiten 2009 bis 2011

Bucherscheinung über den Vorgebirgsrebell, herausgegeben vom HDAG (24.11.2011)

Das Leben und Wirken Wilhelm Mauchers hat in Alfter viele Spuren hinterlassen. Der Friedensweg zwischen jüdischem Friedhof und Gaststätte Heimatblick, die Christusstatue und der Brombeerwein "Rebellenblut" sind nicht nur jedem Alfterer ein Begriff, sondern überregional bekannt und wichtiges Aushängeschild Alfters.

Was es mit der außergewöhnlichen Person Wilhelm Maucher auf sich hat, seine Motive und die Hintergründe für sein Tun, sind jetzt nachzulesen in "Der Vorgebirgsrebell Wilhelm Mauer (1903-1993) und der Friedensweg in Alfter bei Bonn". Das Buch, herausgegeben vom Förderverein Haus der Alfterer Geschichte, wurde von Günter Benz und dem Kölner Verleger Roland Reischl zusammengestellt.

Um einen autobiographischen Text herum, den Wilhelm Maucher zusammen mit einem Meckenheimer Journalisten zu seinem 75. Geburtsta erstellt hat, haben die beiden Autoren Korrespondenzen aus den Hinterlassenschaften Mauchers, Fotos, Interviews mit Zeitzeugen und alte Zeitungsartikel zu einem nicht zuletzt auch unterhaltsamen Gesamtbild zusammengestellt.

Die Beschäftigung mit dem Buch lohnt sich in jeder Hinsicht, denn es gibt nicht nur notwendiges Grundwissen zum Verständnis der hinterlassenen Kulturgüter. Es ist auch ein Denkmal für eine außergewöhnlichen Person, die zwar durch kompromissloses "Rebellentum" vielfach Widerspruch erzeugte, aber auch durch das uneigennützige politische und gesellschaftliche Engagement zeitloses Vorbild sein sollte.

Übergabe der Patenschaftsurkunde an der Judas-Thaddäus-Kapelle (28.10.2011)

Am Namenstag des Judas Thaddäus überreichte Werner Jaroch im Namen des Fördervereins die offizielle Patenschaftsurkunde an die Gemeinschaft katholischer Frauen St. Matthäus. Die Übergabe fand an der Kapelle im Rahmen der alljährlichen Andacht unter Beisein von rund 100 Gläubigen statt.

 

Damit wurde das langjährige Engagement der Gemeinschaft katholischer Frauen gewürdigt, die sich praktisch seit 2002 um die Pflege der Kapelle kümmern.

 

Weitere Informationen zur Judas-Thaddäus-Kapelle finden Sie hier.

"Bäuerliches Leben in Alfter" am Tag des offenen Denkmals (11.09.2011)

Das Haus der Alfterer Geschichte öffnete auch in diesem Jahr am Tag des offenen Denkmals.

Unter dem Motto „Bäuerliches Leben in Alfter im 19. Jahrhundert“ wurde eine Ausstellung rund um das Alltagsleben der Menschen in dieser Zeit geboten.

 

Dabei wurde sich auf die Spuren von Bauern und Dorfhandwerkern begeben. Im Außenbereich wurde handwerkliches und landwirtschaftliches Geräte gezeigt, im großen Austellungsraum Kleidung, Fotos und Dokumente. 

 

Und die Alfterer Originale standen im Mittelpunkt: In einer Bildergalerie wurden Fotos gezeigt vom "Düwes-Mattes", "Wickerts-Jo", "Lang-Marie" und nicht zuletzt von Wilhelm Maucher, dem sogenannten "Rebellen des Vorgebirges". So manche Anekdote wurde von den Besuchern zum besten gegeben - manche hinter vorgehaltener Hand - waren diese Damen und Herren in Alfter so bekannt wie bunte Hunde.

Endlich geklärt: Es ist ein Mammut! (14.07.2011)

Die Frage um unser Ausstellungsstück ist nun endlich (einwandfrei) geklärt. Der Stosszahn, der als ältestes Stück zukünftig unser Museum schmücken wird, stammt tatsächlich von einem Mammut. Das hat Christian Peitz, wissenschaftlicher Volontär des Rheinischen Landesmuseums Bonn, bestätigt. Zwischenzeitlich war der Verdacht aufgekommen, es könne sich auch um den Zahn eines Eurasischen Urelefanten handeln (vgl weiter unten auf dieser Seite).

Der Beweis wurde anhand der Schreger-Linien geführt, die für einen Elefanten in unserem Zahn zu eng verlaufen. Die Schreger Linien sind kreuzweise verlaufene Strukturen, die bei einem Mammut einen Winkel kleiner 90° aufweisen, beim Elefaten aber größer 115°.

 

War der ursprüngliche Träger des Stoßzahns ein Mammut oder ein Urelefant? (06.06.2011)

Im Februar diesen Jahres wurde im HDAG der Stoßzahn eines Urzeitsäugetiers aus der Sammlung des Heimatforschers Willy Patt der Öffentlichkeit präsentiert. In mühevoller Kleinarbeit hatte Kai-Ingo Weule, Ausstellungskurator des HDAG, den Zahn zusammengesetzt. 

Nun hat sich eine heiße Diskussion um die Frage entfacht, ob es wirklich ein Mammut war, der den Stoßzahn unter dem Rüssel trug. Eventuell kann es sogar ein eurasischer Urelefant gewesen sein, der ebenfalls in unserer Region vorgekommen sein könnte. Im Unterschied zum Mammut waren diese bereits vor 200.000 Jahren ausgestorben, das Mammut vor etwa 10.000 Jahren.

Der Frage wird weiter nachgegangen und hoffentlich bald geklärt werden können.  

 

Angehende Landschaftsgätner planen das Außengelände des HDAG (19.05.2011)

Nachdem die Renovierungsarbeiten im Innenbereich des HDAG schon weit vorangeschritten sind, rückt der Außenbereich zunehmend in den Blickpunkt. Eingebettet in eine ansprechende Gartenanlage sollen hier eine Dauerausstellung zur landwirtschaftlichen Geschichte Alfters, ein Atrium für Open-Air Vorträge und ein Grillplatz eingerichtet werden.

Für die nötigen Planungen konnten angehende Landschaftsgärtner des Berufskollegs Leverkusen-Opladen gewonnen werden. Am 19.05.2011 wurde das Außengelände des HDAG im Rahmen eines Praxisseminars gesichtet und vermessen. In den nächsten Wochen wird ein Bebauungs- und Bepflanzungsplan erstellt. 

 

Gemeinschaftliche Wochenendaktion: Säuberung der Westfassade (13./14.05.2011)

Neben den allwöchentlichen Renovierarbeiten am Dienstag und Donnerstag Abend fanden sich am 13. und 14. Mai 2011 eine Handvoll Helfer am HDAG ein, um die Westfassade vom Pflanzenbewuchs zu befreien. Begünstigt durch Sonnenschein und guter Stimmung waren die Arbeiten zügig erledigt. Im Anschluss blieb noch Zeit, um bei einem Rundgang über das Gelände die weiteren Arbeitsschritte im Außenbereich zu diskutieren.  

Noch vor den Sommerferien soll in einer zweiten Aktion der an einigen Stellen schadhafte Putz entfernt und ausgebessert werden. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Internetseite informiert ab sofort über die Aktivitäten im HDAG (01.04. 2011)

Am 01. April wurde die Internetseite des Hauses der Alfterer Geschichte offiziell freigeschaltet. Unter www.hdag.info können sich Interessierte und die Mitglieder des Fördervereins über die aktuellen Aktivitäten und anstehende Termine informieren. Die Seite gliedert sich im Wesentlichen in drei Informationsbereiche:

  • "Rundgang":
  • Beschreibung der Örtlichkeiten des HDAG und Dokumentation der Sanierungsarbeiten
  • "Arbeitskreise":
  • Plattform für Alfterer Denkmäler und heimatgeschichtlicher Untersuchungssprojekte
  • "Neuigkeiten":
  • Dokumentation der aktuellen und vergangenen Aktivtiäten am Haus der Alfterer Geschichte

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Restaurierter Mammutzahn wird ältestes Ausstellungsstück (15.02.2011)

In mühevoller Kleinarbeit hat Ausstellungskurator Kai-Ingo Weule aus rund 500 Einzelteilen das älteste Austellungsstück unseres Museums zusammengesetzt: einen 1,49 m langen Mammutzahn. Das Teilstück eines Stoßzahns stammt aus der Sammlung des Alfterer Heimatforschers Willy Patt (1923-2008). Ob das zugehörige Mammut tatsächlich auf Alfterer Weiden gewandert sein mag, kann zwar nicht mehr eindeutig geklärt werden. Fest steht aber, dass sich Mammuts vor 10.000 Jahren auch in unserer Region aufhielten.

60 Teile des Mammutelfenbeins sind bei der Puzzlearbeit übrig geblieben. Interessierte können diese zugunsten des Fördervereins für 10 EUR ersteigern. Bitte melden bei Kai-Ingo, am besten per E-Mail: lebendige-geschichte@t-online.de. 

Das gesamte Prachtstück kann bei Ihrem nächsten Besuch im HDAG bewundert werden. 

Feier zum Jahrestag der Einweihung der Christusstatue am Friedensweg (10.10.2010)

Im Rahmen einer Gedenkveranstaltung wurde der 65. Jahrestag der Einweihung des Friedensweg im HDAG begangen. Nach der Begrüßung durch Werner Jaroch vom Förderverein hielt Dr. Ernst Gierlich (Foto), Vorsitzender der Heimatfreunde Roisdorf e.V. einen spannenden Einführungsvortrag über die Christusstatue und deren Aufstellung. Große Aufmerksamkeit erregten die noch weitgehend unbekannten Informationen zu den beiden Protagonisten des Friedensweges, Wilhelm Maucher und dem Bonner Bildhauer Jakobus Linden. Letzterer war sicherlich nicht nur "Erschaffer" der Christusstatue. Seine Vita gibt zahlreiche Hinweise, dass er auch den ideellen Gedanken Mauchers nahe gestanden haben muss.     

Im Anschluss berichtete Günter Benz, Sprecher der Arbeitsgruppe „Friedensweg" innerhalb des Fördervereins „Haus der Alfterer Geschichte", über die Pflege des Friedensweges in der Vergangenheit und Möglichkeiten der Neugestaltung der Anlage.

Parallel wurden Bildpräsentation und Musikbeiträge geboten.

Nach Abschluss der Feierstunde machten sich die Gäste zu einem gemeinschaftlichen Spaziergang zur Christusstatue auf, wo Blumenschmuck niedergelegt wurde.

 

Modell "Alde Burch" (01.10.2010)

Ein Modell der "Alden Burch" schmückt von nun an den großen Ausstellungsraum des HDAG. Die echte, noch gut erhaltene Wallanlage erhebt sich noch heute etwa 250 m südlich vom Herrenhaus Buchholz, und liegt oberhalb des Görreshofs/Ecke Nachtigallenweg. Die Erstellung der ursprünglich mit Holzpalisaden versehenen Anlage wird in Anlehnung an die meisten Ringwälle im Raum Bonn dem 10. oder 11. Jahrhundert zugeordnet. 

Die vielen Details und figürlichen Darstellungen, mit der das Model versehen ist, machen das Exponat so richtig lebendig. Wir sind sicher, dass unser Blick nach Alfter vor 1000 Jahren bei Kindern und Erwachsenen einen bleibenden Eindruck hinterlässt.   

Tag des offenen Denkmals im HDAG (12.09.2010)

Bei strahlendem Sonnenschein und unter Beisein von Bürgermeister Dr. Rolf Schuhmacher wurde im HDAG der Tag des offenen Denkmals begangen.

Zahlreiche Besucher fanden sich ein, um an einem vielfätigen Programm für alle Altersgruppen teilzunehmen. Kai-Ingo Weule, Austellungskurator und Museumspädagoge des HDAG, informierte über den Alfterer Hafen (tatsächlich!) an der heutigen Straße "Am Bähnchen" und das römischen Wegenetz in der Umgebung. Anschließend wurden die zahlreichen Familien zur römischen Modenschau eingeladen. Dabei stellte sich auch Bürgermeister Dr. Rolf Schuhmacher unter Beifall der Zuschauer als Modell für eine römische Senatorentunika zur Verfügung. Für die Interessierten Besucher wurde über den Baufortschritt am HDAG und die weiteren Pläne berichtet. Dabei konnten viele neue Mitglieder für den Förderverein gewonnen werden.

Zum Abschluss der Veranstaltung bestand die Möglichkeit einer Wanderung zum Friedensweg, bei der alteingessene Alfterer und Zeitgenossen über den Stifter der Christusstatue Wilhelm Maucher berichteten.

Renovierungen im großen Austellungssaal abgeschlossen (03.08.2010)

Rechtzeitig zum Tag des offenen Denkmals ist der große Auststellungsraum im Erdgeschoss fertig renoviert. 70 m² Austellungsfläche sind zur Nutzung freigegeben. Bauleiter Bernd Süring freut sich über das Ergebnis: "Es hat zwar einige Zeit gedauert, aber der Raum ist freundlich und hell geworden." Nun kann der Bautrupp geteilt werden. Als nächstes stehen die Sanitäranlage im Keller und der Dachboden für die Wechselausstellungen auf dem Programmn.    

Förderverein "Haus der Alfter Geschichte" gegründet (März 2009)

Im März 2009 kann es endlich losgehen. Bei der Gründungsveranstaltung des Fördervereins "Haus der Alfterer Geschichte" e.V. zeugen rund 40 Teilnehmer vom großen Interessse der Alfterer Bürger, im Ort endlich ein Forum für historische Erinnerungen einzurichten.

Zum Vorsitzenden wird einstimmig Werner Jaroch gewählt, Ortsvorsteher von Alfter und Vorsitzender des Ortsausschusses. Dieser hatte schon im Vorfeld ein passendes Gebäude ausfindig gemacht, das ideale Räumlichkeiten für eine ortsgeschichtliche Sammlung und kulturelle Veranstaltungen bietet: das ehemaligen Jugendheim neben der Sankt Matthäus-Kirche. Die Kirchenvertreter teilten schnell die Begeisterung, und stellten das Gebäude für den Verein zur Verfügung.