Neuigkeiten 2012 bis 2014

Zu Gast um Haus der Alfterer Geschichte: Landschafts- und Portraitbilder der Alanus-Studentin Ute Reincke (November 2014)

Vom 19. bis 29. November zeigt die Malerei-Studentin Ute Reincke Landschafts- und Portraitbilder im Haus der Alfterer Geschichte. Ute Reincke lebt in Alfter. Sie ist Sozialpädagogin und studiert seit zwei Jahren an der Alanus Hochschule.


Als Vorlagen dienen Ute Reincke Fotografien, die sie zum Teil selbst erstellt oder beim Blättern in Zeitschriften findet. Im Laufe des Malprozesses werden die Vorlagen jedoch immer unwichtiger und die Künstlerin entfernt sich zunehmend von dem realistischen Motiv. „Das Foto verhilft mir zu einer Idee, die mir den Anfang eines Bildes ermöglicht und sich dann mit meinem anhaltenden Bedürfnis nach Raum- und Formbildung durch Farbe verknüpft", erläutert die Studentin. Die Farbsetzung erfolgt mal durchdacht, mal intuitiv, wobei Reincke ständig übermalt. In den gezeigten Porträts erscheinen daher eher Typen von Menschen, die in der Malerei neu erschaffen werden. Ihre Landschaftsbilder bewegen sich im Bereich des Figurativ-Abstrakten.

 

Einen Eindruck von den Arbeiten der Künstlerin erhalten sie hier: 

http://www.students-michaelreisch.de/arbeiten/ute-reincke/

 

Es ist bereits die zweite Ausstellung von Studenten der Alanus Hochschule in der Reihe „Zu Gast im Haus der Alfterer Geschichte". Bärbel Steinkemper vom Vorstand des Fördervereins freut sich darüber besonders: „Die Künstler der Alanus Hochschule bereichern das kulturelle Leben Alfters. Sie gehören zu Alfter und zu seiner Geschichte. Deshalb freuen wir uns, dass jetzt auch Studenten in unserem Haus ausstellen und wir den Alfterer Bürgern ihre Kunst näher bringen können".

 

Die Ausstellung wird am Mittwoch, den 19. November um 19.00 Uhr eröffnet und ist bis zum 29. November zu sehen. Der Eintritt ist frei.

 

Weitere Öffnungszeiten:
Dienstag, 18.11., und Donnerstag, 20.11, jeweils von 18.00 bis 20.00 Uhr
Samstag, 22.11., von 14.00 bis 18.00 Uhr
Sonntag, 23.11., von 10.00 bis 17.00 Uhr

Ab jetzt erhältich: "Wegekreuze im Gemeindegebiet Alfter" (Oktober 2014)

Buchumschlag mit der Teildarstellung eines Fussfall-Häuschens in Impekoven, Ahrweg 21

Aus rein privatem Interesse heraus hat sich der Oedekovener Heinz-Dieter Flamme mit den Wegekreuzen in Alfter beschäftigt. Aus dieser Beschäftigung ist zusammen mit anderen Beteiligten ein Gemeinschaftswerk entstanden, das seit Oktober 2014 in gedruckter Form der Öffentlichkeit zugänglich ist.

 

Der Titel des 168 Seiten starken Buches lautet:

"Wegekreuze im Gemeindegebiet Alfter - Sakrale Kleindenkmäler als Zeichen der Volksfrömmigkeit", hrsg. v. Förderverein Haus der Alfterer Geschichte - Arbeitsgruppe Wegekreuze 2014.

 

Zusammen mit der Veröffentlichung wurde auch eine Arbeitsgruppe innerhalb des Fördervereins Haus der Alfterer Geschichte gegründet. An der Seite von Karl-Heinz Flamme stehen insbesondere Christian Lonnemann (Archivar der Stadt Bornheim), Sabrina John (Gemeindeverwaltung), Franzis Steinhauser (Leiterin Öffentliche Bücherei Sankt Matthäus Alfter), Ilse Niemeyer, Nadine Fuhs, Willi Derscheid und Rolf Bähr. 

Ein großer Dank gilt auch den Sponsoren, ohne die eine Veröffentlichung des Buches nicht möglich gewesen wäre: 

  • Firma Faßbender Tenten
  • VR-Bank Bonn
  • Kreissparkasse Köln
  • und weitere private Sponsoren 

 

Die Bedeutung der Wegekreuze und Kleindenkmäler in Alfter steht außer Frage, sind diese Zeugnisse aus der Vergangenheit doch gerade in unserer Region als Ausdruck katholischer Volksfrömmigkeit besonders zahlreich.

Die meisten Wegekreuze stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Das älteste datierbare Grabkreuz ist aus dem Jahr 1608 und an der nördlichen Wand der Pfarrkriche Sankt Lambertus in Witterschlick zu finden. Zuletzt wurde noch ein Wegekreuz in dem Neubaugebiet "Auf der Mierbache" im Jahr 2013 installiert. Insgesamt sind in dem Buch 94 sakrale Denkmäler erfasst. 

 

Erhätlich ist das Buch in den folgenden Einrichtungen (gegen eine Schutzgebühr von 5 EUR):

  • Öffentliche Bücherei Sankt Matthäus Alfter
  • Pfarrbüchereien Gielsdorf, Oedekoven, Witterschlick, Volmershoven
  • Kreissparkasse Köln in Alfter, Oedekoven, Witterschlick
  • Pfarrbüros in Alfter, Oedekoven und Witterschlick
  • Rathaus in Oedekoven
  • Haus der Alfterer Geschichte

Ausstellungseröffnung: Unser Dorf ist voller Farbe - Vereine und Vereinsgeschichte in Alfter (September/Oktober 2014)

Detaillierte Informationen gibt es auf einer gesonderten Seite. Bitte hier klicken.

Restaurierte Kirchturmuhr prangt am Ostgiebel des HDAG (September 2014)

Aufmerksame Zeitgenossen werden es bemerkt haben. Seit Anfang September 2014 schmueckt eine Uhr die Ostfassade des Hauses der Alfterer Geschichte. Die Uhr hat einen Durchmesser von etwa 1,50 m. Der Untergrund ist schwarz und mit einem gold umrandeten, blauen Mittelkreis versehen. Die Ziffern sind ebenso wie die zwei kunstvoll ausgearbeiteten Zeiger goldfarben.


Bei dem eindrucksvollen Stück handelt sich es sich um die originale Kirchturmuhr, die von 1917 bis 1964 an der Stirnseite der Alfterer St. Matthäus Kirche angebracht war. Das Protokollbuch des Kirchenvorstandes, damals unter der Protokollführung des Pfarrers Wilhelm Bergené, vermerkt zur Anschaffung: "Sitzung am 24. August 1917 in der Wohnung des Rendanten. [...] Bezüglich der Kirchturmuhr nimmt der Kirchenvorstand den Kostenanschlag des Uhrfabrikanten Vortmann aus Recklinghausen, lautend auf 2.800 Mark zuzüglich 205 Mark für ein Zifferblatt und 105 Mark Montagekosten an. Die Aufbringung der noch nicht ganz vorhandenen Summe zur Deckung der Kosten soll durch eine zweite Collekte erfolgen."

Bei den umfangreichen Renovierungsarbeiten an der Kirche 1964/65 wurde die damals mechanisch betriebene Uhr durch die noch heute vorhandene, vollelektrische Uhr mit drei Ziffernblättern ersetzt.


Der Heimatforscher Willi Patt rettete damals die ausgediente Uhr vor dem Sperrmüll und fügte sie seiner ortshistorischen Sammlung zu. Aus Patts Nachlass, verwaltet von seinem Sohn Manfred Patt, wurde die Uhr dem Förderverein Haus der Alfterer Geschichte zur Verfügung gestellt. HDAG-Bauleiter Bernd Süring übernahm zusammen mit Hans Günter Steinkemper die Restaurierung. Das vernietete Stahlblech mit verstärktem Rahmen wurde per Sandstrahl gereinigt, grundiert, und mehrfach gestrichen. Mittels Schablonentechnik wurde in Handarbeit nach alter Art das Ziffernblatt aufgebracht und versiegelt. Anschliessend wurden die Metallzeiger angebracht. Die Farbgebung folgt weitestgehend dem Originalanstrich. 


Ein besonderes Merkmal der Uhr ist ein Einschlussloch einer grosskalibrigen Waffe im unteren Bereich der XII. Wann und unter welchen Umstaenden der Einschuss erfolgte, gibt noch Raetsel auf. Der Foerderverein hofft noch auf Aufklaerung, und Hinweise von Zeitzeugen werden erbeten.

Ortshistorische Bildwand im neuen Cafe Nelles rechtzeitig fertiggestellt (September 2014)

Die 3x3 Meter große Schauwand im neuen Cafe Nelles am Hertersplatz

Rechtzeitig zur Eröffnung am 07. September 2014 war die Bildwand fertig. Im neuen Cafe der Backmanufaktur Nelles am Hertersplatz (http://www.baeckerei-nelles.de) prangt eine 3 mal 3 Meter große Bildwand mit historischen Sehenswürdigkeiten aus Alfter. 

 

Auf dem kunstvoll gerahmten Tapetendruck ist in schematischer Ansicht auf grünem Hintergrund das Alfterer Straßennetz mit 12 Sehenswürdigkeiten verzeichnet. Den Numerierungen sind Fotos und kurze Beschreibungen beigestellt. Bei den Sehenswürdigkeiten handelt es sich um eine subjektive, thematisch übergreifende Auswahl von Denkmälern, denen aus ortshistorischer Sicht eine größere Bedeutung beizumessen ist. Die Auswahl hegt keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Auf Anregung des Investors Frank Nelles hat der Förderverein Haus der Alfterer Geschichte in Zusammenarbeit mit der "zwo B Werbeagentur" (http://www.zwo-b.de) aus Bonn die Wand entwickelt. Der Förderverein stellte die Liste der Sehenswürdigkeiten und die Textbausteine zur Verfügung, die optische Ausgestaltung und Fotobeschaffung übernahm die Werbeagentur. 

 

Mit dem Ergebnis sind alle Beteiligten sehr zufrieden. Das Café kann mit einer interessanten und kurzweiligen Attraktion aufwarten, und der Förderverein entspricht seinem satzungsgemäßen Ziel der Aufklärung und Informationsvermittlung ortshistorischer Belange. In dem Café können auch neue Zielgruppen erreicht und sensibilisiert werden. Bei den Besuchern des Cafés trifft die Wand in jedem Fall auf großen Zuspruch, wie bislang zu hören ist. 

 

Einziger Wermutstropfen: Im Text zur Gaststätte "Op de Kier" hat sich ein Druckfehler eingeschlichen. Statt "Im Gebäude tagte auch das Schöffengericht" ist gegenwärtig noch vom "Schönengericht" die Rede. Obwohl historisch kaum belegbar, regt sich ob der Lesart auch Zuspruch. Auch auf die Gefahr hin, dass sich die Gelehrtenwelt irritiert zeigen wird, löst ein Alfterer Schönengericht beim Betrachter doch inspririerende Assoziationen aus. 

Zu Gast im Haus der Alfterer Geschichte: "Der Flügelflagel gaustert" (Juni 2014)

Am 14.6. war das Ensemble Lautspuren zu Gast im Haus der Alfterer Geschichte.
Bei der Veranstaltung aus Anlass des 100. Todestages von Christian Morgenstern handelte es sich um eine szenisch-literarische Collage aus dem Leben und Werk des Dichters, Lyrikers und Humoristen. 
Zum Veranstaltungstrailer geht es hier

Geschichten und Anekdoten rund um "et Langk Marie" (März 2014)

Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung 2014 lud der Förderverein Haus der Alfterer Geschichte am 21.03. zu einer ganz besonderen Veranstaltung ein. Unter dem Titel "Geschichten und Anekdoten rund um et Langk Marie und aus dem Olsdorf" wurde einem unvergleichlichem Alfterer Original ein ganzer Themenabend gewidmet.

 

Zur Veranstaltung fanden sich nicht nur viele Mitglieder des Fördervereins ein. Auch viele Alfterer und Zugereiste aus den Nachbardörfern ließen es sich nicht nehmen, in lockerer Gesprächsrunde der außergewöhnlichen Dame aus Olsdorf zu gedenken. Als besonders gesprächsanregend erwies sich eine extra zusammengestellte Diashow, in der es nicht nur "et Langk Marie", sondern auch alte Fotos vom Olsdorfer Dorfleben und dem Karneval zu sehen gab. Fachkundige Kommentare dazu gaben Paul Faßbender (Neffe der "Langk Marie") und Anna Barth (ehemals Nachbarin der "Langk Marie"). Die Moderation übernahm der Vorsitzende des Fördervereins, Werner Jaroch. 

 

Die Anwesenden erfuhren, dass "et Langk Marie" unter dem Namen Maria Faßbender am 08. Mai 1894 als Tochter des Zimmerers Adolf Fassbender im Görreshof geboren wurde. Nach dem ersten Weltkrieg ging sie als Nonne für ein paar Jahre in ein Kloster, musste aber bald feststellen, dass sie dazu nicht berufen war, und kehrte in das weltliche Leben zurück. Sie lebte mehr als 70 Jahre in Olsdorf, wo sie lange Zeit einen kleinen Kolonialwarenladen betrieb. Vielen der Anwesenden war besonders in Erinnerung, dass sie unentwegt rauchte, so etwa 80 Zigarretten am Tag (Originalzitat: "Geräuchertes Fleisch hält länger"). Ihr Laden war nicht nur Versammlungsort und Nachrichtenbörse, sondern diente vielmehr auch als Gaststätte, wie ein Teilnehmer sich zu erinnern wusste (siehe Foto).

 

"Et Langk Marie" war allgemein sehr fürsorglich und großzügig, und das nicht nur den Kindern gegenüber, die in ihren Laden kamen, sondern auch den Bedürftigen, denen sie Lebensmittel überließ. Sie muss nicht nur lang, sondern auch kräftig gewesen sein, denn es wurde die Anekdote zum besten gegeben, dass sie einen verwundenten Soldaten im zweiten Weltkrieg - an den feindlichen Stellungen vorbei -  auf den Schultern nach Hause trug. 


Durch ihre besonderen Verdienste im Alfterer Karneval wurde ihr 1964 vom Alfterer Karnevalskommitee der Großorden verliehen. So stellte sie jahrelang die Hauptfigur der Olsdorfer Karnvevalsgruppen dar und war weit über die Alfterer Grenzen als weibliche Fahnenschwenkerin bekannt. Insgesamt also - und darin waren sich alle einig, die sie kannten - eine herzensgute, humorvolle und stets ihren Mann stehende Frau, die im Alfterer Dorfleben eine außergewöhnliche Rolle gespielt hat.

 

Diese sehr erfolgreiche und kurzweilige Veranstaltung stellt einen Auftakt dar. So hat sich der Förderverein Haus der Alfterer Geschichte vorgenommen, das Leben weiterer sogenannter Alfterer Originale - und davon gab es einige - zu dokumentieren, und die Erinnerung für die Nachwelt zu erhalten. Die Veranstaltung hat zu diesem Zweck reichlich Material geboten. Fortsetzung folgt!

Neues Logo für das HDAG: "Zwischen Kirche und Schloss" (Januar 2014)

Schon seit einger Zeit wird im Vorstand gebastelt und gewerkelt. Es geht um die Entwicklung eines neuen Logos, da das alte etwas zu filigran gestaltet war. Die Bemühungen scheinen nun Früchte getragen zu haben. Es zeichnet sich ab, dass das nebenstehende Logo von nun an Briefköpfe und Publikationen des Fördervereins Haus der Alfterer Geschichte e.V. zieren wird. 

Zu Gast im HDAG II: "Saach hür ens" sorgt für volles Haus (Dezember 2013)

Im Rahmen der Reihe „Zu Gast im Haus der Alfterer Geschichte" präsentierte die Gruppe „saach hür ens" am 10. Dezember 2013 um 19.30 Uhr freche, nachdenklich und fröhliche Lesungen und Lieder „op kölsch". Sie beleuchteten auf unterhaltsame Art die unterschiedlichen – notwendigen wie zwanghaften – Aktivitäten der Advents- und Weihnachtszeit, vom Hausputz über den Nikolaus bis zur Weihnachtsfeier und dem Verwandtenbesuch.

 

Rund 80 Gäste fanden sich im Haus der Alfterer Geschichte ein, um dem Programm „Verjnöchte Fierdach" zu lauschen und sich auf die Weihnachtszeit einzustimmen. Der Förderverein versorgte die Anwesenden mit Getränken und Brezeln. Obwohl der Eintritt kostenlos war, kamen reichlich Spendengelder zusammen. Viele Besucher freuten sich über das ortsnahe Unterhaltungsangebot. Das Haus der Alfterer Geschichte präsentierte sich wieder einmal als hervorragender Veranstaltungsraum und Treffpunkt, auch abseits der reinen Darstellung von Regionalhistorie.


Weiter Informationen zur Gruppe unter www.saachhürens.

Zu Gast im HDAG I: Ausstellung "innerorts" (November 2013)

(Aus der Ausstellungseinladung der vier Künstler zitiert:)

"Was ist Alfter für ein Ort? In den letzten Jahrzehnten hat sich das Bild stark verändert: Neubaugebiete wachsen an den Rändern des landwirtschaftlich geprägten Ortskerns. Die 1973 gegründete Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft besuchen mittlerweile an die tausend Studierende, von denen viele in Alfter wohnen. Menschen sind von überallher neu in den Ort gekommen, vor allem für die Studierenden ist er Durchgangsstation für ein paar Jahre.

Mit welchem Blick begegnen nun diese „Zugereisten" dem „alten" Alfter und seinen mehr oder weniger langjährigen Bewohnern? Mit dieser Frage beschäftigen sich Heidi Hildebrand, Tobias Löblich, Barbara Locher-Otto und Christiane Wien, Kunststudierende der Alanus Hochschule, und werfen einen Blick auf die neue „Heimat". Welcher „Heimatblick" stellt sich ein? Welchen inneren und äußeren Bezug haben die Künstlerinnen und Künstler zu dem Ort? Und welche Rolle spielt der Ort überhaupt im künstlerischen Tun?"

 

Entstanden aus einem Hochschul-Projekt des Fachgebiets Bildhauerei zu ortsbezogenem Arbeiten im öffentlichen Raum geben Heidi Hildebrand, Tobias Löblich, Barbara Locher-Otto und Christiane Wien einen Einblick in ihre künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema.

 

Das Haus der Alfterer Geschichte feiert mit der Ausstellung „innerorts" eine Premiere: Zum ersten Mal sind vom 09.11. bis 24.11.2013 Künstlerinnen und Künstler der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft dort zu Gast. Vom Foto bis zum Objekt, von der Leinwand bis zur Skulptur zeigt "innerorts" Möglichkeiten der Annäherung an die Frage des „Heimatblicks".

 

Kontakt Künstlergruppe: Christiane Wien, mobil 0170 1860400, christiane.wien@web.de

Rundwanderweg am Tag des offenen Denkmal (September 2013)

Detaillierte Informationen gibt es auf einer gesonderten Seite. Bitte hier klicken.

Ausstellungsvorbereitung "Unbequeme Denkmäler in Alfter" (Juli 2013)

Kriegerdenkmal am Herrenwingert

"Aus der Gemeinde Alfter starben den Heldentod ..." steht in großen Lettern auf einer Tafel des Kriegerdenkmals am Herrenwingert, gefolgt von einer Aufzählung der Gestorbenen aus den Kriegen 1866, 1870/71 und 1914/1918.

Vielen Einwohnern Alfters ist diese Wortwahl und die damit verbundene Verherrlichung des Soldatentums befremdlich, stammt sie doch aus einer Zeit, in der Deutschland durch eine aggressive Außenpolitik ursächlich an dem Ausbruch zweier Weltkriege maßgeblich beteiligt war. Auf der anderen Seite erinnert das Mahnmal doch zu Recht an die einzelnen Menschen, die in den fürchterlichen Kriegen ihre Leben ließen, und in Alfter trauernde Familien zurückließen. Ein zumindest kontroverses Denkmal also, das dem einen oder anderen unbequem erscheinen mag, zumal es mitten im Ortszentrum vor Kirche und Schloss angesiedelt ist.

 

Dieses und weitere "unbequeme" Denkmäler möchte das Haus der Alfterer Geschicht am diesjährigen Tag des offenen Denkmals, am 08.09.2013, vorstellen und diskutieren. Die Organisatoren vom Förderverein folgen damit zum vierten Mal dem vorgebenen Motto der deutschen Stiftung Denkmalschutz, das in diesem Jahr lautet: "Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale" (http://tag-des-offenen-denkmals.de/thema). 

 

Die in Frage kommenden Denkmäler sollen am Ausstellungstag in Form eines Rundwanderweges dargestellt werden, für den jeweils vormittags und nachmittags eine geführte Wanderung angeboten wird. Dabei sollen an den Objekten zusätzliche Ansprechpartner Erläuterungen zu den jeweiligen Objekten und ihren spezifischen Problemen geben.

 

Neben dem Kriegerdenkmal am Herrenwingert werden nach gegenwärtigem Stand weitere Anlaufstellen sein:

• Schloss Alfter (Nutzungs- und Umbauprobleme)

• Friedensweg (Wilhelm Maucher und divergierende Auffassungen)
• Friedhof (Gräber russischer Zwangsarbeiter/Totenzettel an Kapelle)
• Kriegerdenkmal (Heldengedenken vs. Mahnmal)
• Bücherei (Nutzungsprobleme)
• Pumpenhäuschen im Broichpark (Zeugnis Alfterer Wasserversorgung/Sinnhaftigkeit der Erhaltung)

 

Darüber hinaus freut sich der Förderverein über Hinweise auf weitere "unbequeme" Denkmäler in Alfter. Die Kontaktaufnahme ist über den Vorsitzenden des Fördervereins, Werner Jaroch (02222 2606), möglich, oder per E-Mail (kontakt@hdag.info).

Ausstellungseröffnung "Jüdische Familien in Alfter" (Mai 2013)

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Jahreshauptversammlung 2013: Mehr als unterhaltsam! (März 2013)

Mit einem Jahresrückblick eröffnete der Vorsitzende des Fördervereins Werner Jaroch die Sitzung. Er verwies im besonderen auf die Teilnahme des Hauses der Geschichte an der Aktion "Alfter bewegt" im Mai 2012, der Ausstellung zum Thema "Holz" im Herbst und den Stand des Vereins auf dem Alfterer Adventsmarkt.

Nachdem im Anschluss Günter Benz die Aktionen der Arbeitsgruppe "Friedensweg" noch einmal Revue passieren ließ, wurde die neue Arbeitsgruppe "Wasser" den Vereinsmitgliedern vorgestellt. Diese Arbeitsgruppe will sich mit den Besonderheiten der früheren Wasserversorgung von Alfter beschäftigen und die vielfältigen Zeugnisse und Hinweise dazu aufarbeiten. Die neue Arbeitsgruppe wird in Zukunft von den Alfterer Broichpaten getragen werden. Volker Helwich als verantwortlicher Vertreter erläuterte dementsprechend die bisherigen Arbeiten insbesondere am alten Pumpenhäuschen im Broich. 

Im Rahmen des nächsten Tagungsordnungspunktes gab Bernd Süring einen Überblick über die Sanierungsmaßnahmen im Haus im vergangenen Jahr, gefolgt vom Kassenbericht der Schatzmeisterin Luise Wiechert. 

Als neuer Beisitzer wurde Dieter Nettekoven einstimmig in den Vorstand gewählt. 

Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung wurde ein Ausblick auf die geplanten Aktionen in 2013 gegeben. 


Als äußerst unterhaltsam erwies sich der folgende Auftritt der Kölsch-Kabarett Gruppe "Saach hür ens". Zu den schon anwesenden Sitzungsteilnehmern gesellten sich noch eine ganze Reihe interessierter aus Alfterer, so dass der Saal gut gefüllt war. Die Präsentationen der Gruppe waren wunderbar ausdrucksvoll,  toll inszeniert, und neben den lustigen Passagen auch immer wieder nachdenklich. Das Spektrum reichte von Sketchen über Textvorträgen bis hin zu stimmungsvollen Lieder zum Mitsingen. 

Kölsch-Kabarett-Gruppe "saach hür ens" für die Mitgliederversammlung 2013 verpflichtet (Februar 2013)

Kölsch-Kabarett-Gruppe "saach hür ens" (Foto von der Website www.saach-hür-ens.de)

"Wir haben eine wirklich tolle Mundart-Gruppe für unsere Jahreshauptversammlung 2013 verpflichten können", freut sich der Vorsitzende des Fördervereins HDAG Werner Jaroch. "Neben der Regelung notwendiger Vereinsformalitäten soll am 20.03. auch die Unterhaltung nicht zu kurz kommen. Die Gruppe "saach hür ens" passt ganz hervorragend in das Konzept unseres Vereins, das regionale Kulturgut zu pflegen. Ich bin mir ganz sicher, dass unsere Mitglieder viel Freude an der Veranstaltung haben werden", so der Vorsitzende weiter.

 

Die Gruppe "saach hür ens" hat es sich zum Ziel gesetzt, die kölsche Sprache, das Brauchtum und die regionale Lebensart zu bewahren.

Die offizielle Ankündigung des aktuellen Programms lautet wie folgt:

 

"saach hür ens, die Kölsche-Kabarett-Gruppe der etwas anderen Art, tritt in 2013 mit dem Programm 

„Su sin se … Föttchesföhler, Luuschhöhncher un andere Minsche“ 

auf, das erst im September letzten Jahres in Kerpen im Rahmen des LiteraturHerbst Rhein-Erft Premiere hatte. Es befasst sich mit den Charaktereigenschaften der Menschen im Allgemeinen und der ‚Kölschen’ im Besonderen. „saach hür ens“ hebt sich von herkömmlicher Mundart durch die Vielfalt im Programm ab. Es wechseln sowohl die Emotionen, als auch die Vortragsformen. So werden Gedichte, Erzählungen, Rollenspiele, Dialoge als Szenische Lesungen und Lieder vorgetragen. Dabei kommen alte und junge Texte – auch selbst geschriebene - zum Einsatz. Durch die Moderation werden alle Programmteile an den roten Faden des Themas geknüpft." (weitere Informationen unter www.saach-hü-ens.de)

 

Das klingt sehr vielversprechend, und der Förderverein freut sich auf zahlreiches Erscheinen seiner Mitglieder. 

Förderverein mit Informationsstand auf dem Alfterer Weihnachtsmarkt (Dezember 2012)

Der Förderverein beteiligte sich am 09.12. mit einem Informationsstand am Weihnachtsmarkt in Alfter. Der Stand war unter den Arkaden des Edekas platziert. Das war zwar nicht mitten im Getümmel, doch ergab sich hier die Möglichkeit des entspannten Austauschs mit interessierten Besuchern bei Glühwein und Printen. Neben guten Gesprächen bei entspannter Atmosphäre wurden dem Förderverein auch mögliche zukünftige Projekte zur Alfterer Geschichte vorgeschlagen und besprochen.

Für die in der Alfterer Historie bewanderten Besucher bestand die Möglichkeit, an einem Quiz teilzunehmen. Darin ging es um die Baugeschichte des Schlosses, die Funktionen ausgewählter Alfterer Gebäude und Fachwerkhäuser sowie um Bildschmuck im Ortszentrum. "Auch wenn unser Stand in diesem Jahr noch etwas provisorisch erscheint, wollen wir gerne im nächsten Jahr wiederkommen", so die einhellige Meinung der Standbetreuer am Ende eines langen Tages. 

Ausstellungseröffnung "Wald, Holz und Fachwerkbau in Alfter" (September 2012)

Detaillierte Informationen gibt es auf einer gesonderten Seite. Bitte hier klicken.

Vorbereitung der Ausstellung "Wald, Holz und Fachwerkhäuser in Alfter" (Juli 2012)

Zur Vorbereitung der Ausstellung „Wald, Holz und Fachwerkhäuser in Alfter" hat sich das Team vom Haus der Alfterer Geschichte in den Sommerwochen intensiv mit dem Alfterer Fachwerkbau beschäftigt. Dabei wurden fünf Häuser exemplarisch etwas detaillierter aufgearbeitet. Im Fokus standen bauliche und dekorative Besonderheiten, ebenso wie die Funktionen der Gebäude in der Vergangenheit, ehemalige Bewohner sowie besondere Ereignisse rund um das Gebäude.

Als Informationsquellen für die Zusammenstellung dienten Auskünfte der Bewohner sowie von Zeitzeugen. Allen Unterstützern des Projektes, und ganz besonders den Bewohnern der Objekte, gilt unser besonderer Dank.
Der im Rahmen dieses Projektes entstandene Grundstock soll im Laufe der Zeit weiter ausgebaut werden. Die vorläufigen Ergebnisse können Sie sich am 09.09.2012 im Haus der Alfterer Geschichte ansehen.

"Alfter bewegt" sich zum Haus der Alfterer Geschichte (01.05.2012)

Im Rahmen des Radwandertages "Alfter bewegt" öffnete das HDAG am 01. Mai seine Pforten. In mehreren Schwüngen trudelten mehr als 100 Radfahrer und Spaziergänger ein, um sich ausgewählte Exponate zur Alfterer Geschichte anzusehen. 

 

Bereitgestellte Kuchen und Getränke waren schnell vergriffen, doch das tat der guten Stimmung bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen keinen Abbruch.

"Einen so großen Zuspruch hatten wir gar nicht erwartet, zumal die Station im offiziellen Tourenplan gar nicht verzeichnet war", meinte Werner Jaroch, der Vorsitzende des Fördervereins. Doch das Angebot wurde gerne angenommen, denn das mittlerweile recht umfangreiche Arsenal von Ausstellungstücken bot auch reichliche Anregungen zu Gesprächen und Diskussionen. So waren zu diversen Einzelstücken von "alteingesessenen" Alfterern zum Teil persönliche Anekdoten zu hören, und auch das Team von HDAG bemühte sich, alle Fragen kompetent zu beantworten. 

 

Werner Jaroch ist zufrieden, denn so ein Tag entspricht den Zielen, die sich der Förderverein mit der Einrichtung des Museums gesetzt hat. "Das HDAG führt die Menschen der Region zusammen, und die Diskussion über unsere gemeinsame Geschichte und Kultur bildet eine wichtige Basis für unser Gemeindeleben." Und so kann man sicher sein, dass das HDAG auch im nächsten Jahr zum Radwandertag "Alfter bewegt" wieder geöffnet sein wird. 

"Napoleonshut" auf der Jahreshauptversammlung präsentiert (07.03.2012)

Am 07.03. wurde zur Jahreshauptversammlung des Fördervereins in die Gaststätte "Zur Krone" eingeladen. Dabei wurde den Mitgliedern und der Presse  als neuestes Ausstellungsstück ein rund 2000 Jahre alter Getreidemahlstein, ein sogenannter "Napoleonshut", präsentiert. In den Boden eingelassen wurde auf seiner Oberfläche Getreide zu Mehl gerieben. Der etwa 10 kg schwere Stein aus Eifeler Basalt stammt aus der Sammlung des Alfterer Heimatforschers Patt, und wurde in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts bei Bauarbeiten am Strangheidgesweg gefunden. Damit ist belegt, dass Alfter bereits in der vorrömischen Eisenzeit (5. bis 1. Jh. v. Chr., La-Tène-Kultur), vermutlich vom Keltenstamm der Eburonen, besiedelt war. 

Auf der Mitgliederversammlung wurden die Aktivitäten des vergangenen Jahres besprochen und die Pläne für 2012 abgestimmt. Bei den Vorstandswahlen wurde das alte Team weitgehend wiedergewählt. Es setzt sich jetzt zusammen aus Werner Jaroch (Vorsitzender), Robert Lülsdorf (Stellvertreter), Bärbel Steinkemper (Schriftführerin) und Luise Wiechert (Schatzmeisterin). Als Beisitzer fungieren Kai-Ingo Weuel, Bernd Süring und Robin Huth. Zusätzlich sind die Sprecher der Arbeitskreise, Günter Benz (Friedensweg) und Antjelia Schäfer (Judas-Thaddäus-Kapelle), in den Vorstand kooptiert. Mittlerweile zählt der Verein 76 Mitglieder.

Einladung: Historischer Tagesausflug ins Siegerland am 28.04.2012

Quelle: www.museum-wilnsdorf.de

Der Förderverein des Hauses der Alfterer Geschichte bietet Mitgliedern und interessierten Bewohnern von Alfter und Bornheim am Samstag, den 28.04.2012 einen ganztägigen Busausflug in das malerische Siegerland. Entsprechend der Aufgabenstellung des Vereins stehen Orte mit besonderer geschichtlicher Bedeutung im Mittelpunkt.

So geht es zunächst unter Tage in den Reinholf Forster Erbstollen in der Nähe von Siegen, bevor danach das Erlebnismuseum in Wilnsdorf auf dem Programm steht. Es handelt sich dabei nicht um ein Museum im klassischen Sinn, sondern Entdecken und Anfassen stehen im Mittelpunkt. Die dortige Ausstellung reicht von der Entstehung der Erde u.a. über das alte Ägypten und das römischische Reich bis zum Siegerländer Bergbau. Die Kosten für Bus und Eintritte betragen pro Person je nach Anmeldezahl 20,-- bis 30,-- €. 

Anmeldungen sind bis zum 24.03. bei Kai-Ingo Weule möglich unter Tel.: 02222-3469 oder per E-Mail: lebendige-geschichte@t-online.de