Arbeitskreis Wegekreuze

Deckblatt des Buches Wegekreuze mit Teildarstellung eines Fussfall-Häuschens in Impekoven, Ahrweg 21

Aus rein privatem Interesse heraus hat sich der Oedekovener Heinz-Dieter Flamme mit den Wegekreuzen in Alfter beschäftigt. Aus dieser Beschäftigung ist zusammen mit anderen Beteiligten ein Gemeinschaftswerk entstanden, das seit Oktober 2014 in gedruckter Form der Öffentlichkeit zugänglich ist.

 

Der Titel des 168 Seiten starken Buches lautet:

"Wegekreuze im Gemeindegebiet Alfter - Sakrale Kleindenkmäler als Zeichen der Volksfrömmigkeit", hrsg. v. Förderverein Haus der Alfterer Geschichte 2014

 

Zusammen mit der Veröffentlichung wurde auch die Arbeitsgruppe innerhalb des Fördervereins Haus der Alfterer Geschichte gegründet. An der Seite von Karl-Heinz Flamme stehen in der Arbeitsgruppe Wegekreuze außerdem Christian Lonnemann (Archivar der Stadt Bornheim), Sabrina John (Gemeindeverwaltung), Franzis Steinhauser (Leiterin Öffentliche Bücherei Sankt Matthäus Alfter), Ilse Niemeyer, Nadine Fuhrs, Willi Derscheid und Rolf Bähr. 

 

Die Bedeutung der Wegekreuze und Kleindenkmäler in Alfter steht außer Frage, sind diese Zeugnisse aus der Vergangenheit doch gerade in unserer Region als Ausdruck katholische Volksfrömmigkeit besonders zahlreich. Die Bedeutung und Inhalte sind allerdings nicht mehr jedem verständlich.

So stammen die meisten Wegekreuze aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Das älteste datierbare Grabkreuz ist aus dem Jahr 1608 und an der nördlichen Wand der Pfarrkriche Sankt Lambertus in Witterschlick zu finden. Zuletzt wurde noch ein Wegekreuz in dem Neubaugebiet "Auf der Mierbache" im Jahr 2013 installiert. Insgesamt sind in dem Buch 94 sakrale Denkmäler erfasst. 

 

Ein großer Dank gilt den Sponsoren, ohne die eine Veröffentlichung des Buches nicht möglich gewesen wäre:

  • Firma Faßbender Tenten
  • VR-Bank Bonn
  • Kreissparkasse Köln
  • und weitere private Sponsoren 

Das 3,40m hohe Basaltkreuz steht an der Jakob-Reuter-Straße in Alfter.
Es wurde von Heinrich und Gertrud Junkersdorf gestiftet und am 30. April 2013 aufgestellt.

Dieses Kreuz wurde von der Nachbarschaft Franzstraße/Olsdorf 1995 errichtet an einem traditionellen Kreuz-Standort. Das Vorgängerkreuz war durch die Witterung zerstört. Auf dem Ziegelsockel liegt eine Deckplatte mit Wappen und Jahreszahlen aus der Alfterer Ortsgeschichte. Das Holzkreuz ist das alte Grabkreuz der Familie Christian Dreesen, das restauriert wurde.

Das 4,20m hohe Wegekreuz aus Drachenfelser Trachyt stammt aus dem Jahre 1754. Im unteren Teil des hohen, zweigeteilten Sockels findet sich d eine Darstellung des hl. Matthäus mit seinen Attributen, dem Zahlbrett (Zöllner) und der Hellebarde( Märtyrertod). Die Inschrift lautet: „S.APOST. ET EVANGEL. MATTHAEUS PATRONUS IN ALFTER 1754".