Ausstellung im Haus der Alfterer Geschichte 2014

Erinnerung an die Donnerstag-Gesellschaft

Kurz nach dem 2. Weltkrieg wurde Alfter zu einem Zentrum der modernen Kunst: Von 1947 bis Anfang der 50er Jahre schrieb die Alfterer Donnerstag-Gesellschaft mit ihren künstlerischen Impulsen Geschichte, eine Zeitspanne, die nicht vergessen werden sollte.

 

Die Avantgarde der rheinischen abstrakten Maler, die die Kriegsjahre ins Vorgebirge verschlagen hatte – Hubert Berke in Alfter, Joseph Fassbender und Hann Trier in Bornheim – waren der Motor der Bewegung, die schnell Kreise zog und gleichermaßen Dichter, Theaterkritiker, Kunstsachverständige und Musiker, aber auch Politiker zu Veranstaltungen, Vorträgen und Ausstellungen anzog. Sie stillten den Hunger nach offener kritischer Auseinandersetzung mit Fragen von Kunst und Kultur, von Politik und Gesellschaft nach den Jahren der Denkverbote und Verfolgung im 3. Reich. Ein Glücksfall war es, dass der Alfterer Schlossherr, Fürst Franz Josef und seine Gattin diese Initiative aufgriffen und nicht nur ihre Räumlichkeiten für Veranstaltungen zur Verfügung stellten, sondern auch Einladungen herausgaben und Verpflegung organisierten.

 

Die Erinnerung an diese Zeit, die in Alfter Spuren hinterlassen hat, lebendig zu erhalten, hat sich das Haus der Alfterer Geschichte zum Ziel gesetzt.
In einer Ausstellung, die am Sonntag, dem 4. Mai 2014 um 10.30 Uhr eröffnet wird, stellt das Haus der Alfterer Geschichte Material zur Donnerstag-Gesellschaft vor. Dabei wird sowohl auf die Jahre 1947 – 1950 und den ersten Tag der abstrakten Kunst in Deutschland (1947) zurückgeblickt als auch auf die Veranstaltung des Kulturkreises zum 50. Jahrestages dieser Veranstaltung im Jahr 1997. Die Künstler und die Gründungsmitglieder der Donnerstag-Gesellschaft werden vorgestellt, soweit Material zusammengetragen werden konnte.

 

Manche Information fehlt noch, beispielsweise zu den Biografien einiger Beteiligter – vom Rektor Budeus, dem Arzt Dr. Siegfried Schwartmann oder Wilhelm Schmitz -. Hier hofft der Förderverein noch auf tatkräftige Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger von Alfter.

 

Ergänzt werden die Informationen durch Bilder, die in dieser Zeit gemalt wurden, meist Auftragsarbeiten, die auch Entgelt für Kost und Logis waren in Zeiten, in denen Geld nicht vorhanden bzw. wertlos war. Sie stellen nicht das Spektrum der Malerei dar, durch die die Künstler bekannt und berühmt wurden. Dese Bilder dokumentieren aber eine Zeitspanne im Leben der Künstler, die mit Alfter dauerhaft verbunden bleibt.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Ihre

Dr. Bärbel Steinkemper 

und das Organisations-Team vom Haus der Alfterer Geschichte

Informationsbroschüre zur Ausstellung "Erinnerung an die Donnerstag-Gesellschaft"
Info 04-05-14 Buch neu.pdf
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